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K7.5 — Prüfungssimulation mündlich: Bildbeschreibung · Monolog · Dialog 🎙️

(ab hier: Anleitungen überwiegend auf Deutsch, kurze RU-Hilfen nur dort, wo typisch russische Fehler auftreten)


1) Ziel & Ablauf (wie in echten Prüfungen) 🧭

Ziel: flüssig, strukturiert, argumentativ sprechen — nicht „perfekt“, sondern sicher.

Standard-Ablauf (ca. 10–15 Min.)

  1. Warm-up (30–60 Sek.)
    Thema ankündigen + erste Beobachtung / These.

  2. Teil A: Bildbeschreibung (2–3 Min.)
    Objektiv beschreiben → dann deuten → dann bewerten/Bezug herstellen.

  3. Teil B: Monolog/Impuls (2–3 Min.)
    Kurzvortrag / Stellungnahme mit 2–3 Argumenten.

  4. Teil C: Dialog/Prüfergespräch (3–6 Min.)
    Nachfragen beantworten, widersprechen, Beispiele bringen, abschließen.

RU-Hinweis (kurz): In Deutsch zählt Struktur + Verb-Position stark. Lieber kurze, saubere Sätze als lange „russische“ Ketten ohne klare Satzklammer.


2) Redemittel, die dich „Abi-nah“ klingen lassen 🧩

A) Einstieg & Struktur

  • „Ich würde zunächst kurz beschreiben, was man auf dem Bild sieht, und anschließend darauf eingehen, welche Bedeutung das haben könnte.“
  • „Mein kurzer Vortrag gliedert sich in drei Punkte: erstens …, zweitens …, drittens …“

B) Bildbeschreibung: objektiv → Interpretation

  • Objektiv: „Im Vordergrund/Hintergrund sieht man …“ · „Links/rechts befindet sich …“
  • Interpretation: „Das könnte darauf hindeuten, dass …“ · „Möglicherweise symbolisiert das …“
  • Bewertung: „Ich halte das für problematisch, weil …“ · „Aus meiner Sicht überwiegen die Vorteile, denn …“

C) Meinung differenzieren (sehr wichtig)

  • „Einerseits …, andererseits …“
  • „Zwar …, aber …“
  • „Das stimmt teilweise, allerdings …“
  • „Man darf nicht vergessen, dass …“

D) Zeit gewinnen (ohne „ähm“)

  • „Lassen Sie mich kurz überlegen …“
  • „Das ist ein interessanter Punkt; ich würde das so beantworten: …“

3) Simulation 1: Bildbeschreibung (mit Aufgaben) 🖼️

Bild (Textbeschreibung)

Stell dir ein Foto vor:
In einer U-Bahn sitzen und stehen Menschen. Fast alle schauen auf ihr Smartphone. Eine Person (ca. 70 Jahre) steht ohne Handy da und blickt in die Runde. Im Hintergrund hängt ein Werbeplakat: „Immer online – immer dabei“. Draußen ist es dunkel (Abend).

Aufgabe A (2–3 Min.)

  1. Beschreibe das Bild möglichst objektiv.
  2. Interpretiere: Welche Aussage könnte das Bild haben?
  3. Nimm Stellung: Findest du die Szene eher normal oder eher problematisch?

Mini-Check ✅ (Selbstkontrolle)

  • Habe ich Präsens benutzt?
  • Habe ich mindestens 3 Ortsangaben (vorn/hinten/links/rechts) verwendet?
  • Habe ich mind. 2 Konnektoren benutzt (zwar…, aber… / außerdem / dennoch)?

RU-Falle: Russisch lässt oft Subjekt weg oder springt frei im Satz. In Deutsch: Verb bleibt „Gerüst“ → „Im Vordergrund sieht man …“, nicht: „Im Vordergrund … man … sieht“.


4) Simulation 2: Monolog (Stellungnahme) 🗣️

Thema

„Sollten Smartphones in der Schule im Unterricht grundsätzlich verboten werden?“

Aufgabe (2–3 Min.)

  • Formuliere eine klare Position.
  • Gib 2 Argumente + 1 Gegenargument (und entkräfte es).
  • Schließe mit einem kurzen Fazit.

Gerüst (hilft enorm):

  1. These: „Ich bin dafür/dagegen, dass …“
  2. Argument 1 + Beispiel: „Erstens …, zum Beispiel …“
  3. Argument 2 + Beispiel: „Zweitens …“
  4. Gegenargument + Reaktion: „Natürlich könnte man einwenden, dass …; allerdings …“
  5. Fazit: „Insgesamt komme ich zu dem Schluss, dass …“

5) Simulation 3: Dialog (Prüferfragen) 🤝

Beantworte spontan (je 20–40 Sek.). Nutze „zwar…, aber…“ mindestens einmal.

  1. „Viele sagen: Das ist eben die moderne Welt. Warum sollte das problematisch sein?“
  2. „Welche Regeln wären für dich realistisch, statt eines kompletten Verbots?“
  3. „Wie beeinflussen soziale Medien die Sprache (Wortschatz, Ausdruck, Stil)?“
  4. „Was wäre ein gutes Beispiel aus deinem Alltag?“

Tipp: In Dialogen wirkt es stark, wenn du nachfragst:

  • „Meinen Sie eher im Unterricht oder auch in den Pausen?“
  • „Geht es Ihnen mehr um Konzentration oder um Datenschutz?“

6) Aussprache & typische RU→DE Stolpersteine (kurz, aber prüfungsrelevant) 🎯

  • Wortakzent: Deutsch ist oft stärker akzentuiert → betone Inhaltswörter (Nomen, Vollverben, Adjektive).
  • „w“ vs. „v“: weil mit w wie [v] (nicht wie engl. w).
  • Auslautverhärtung: Tag klingt am Ende eher wie Tak (aber nicht extra übertreiben).
  • Satzmelodie: Aussagen fallen am Ende, Fragen steigen (meist).