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DIESE WM IST GEIL! (Und die Fifa auch)

Die Fußball-Weltmeisterschaft 2026 soll größer werden als alles, was es zuvor gab: mehr Teams, mehr Spiele, mehr Spieltage, mehr Zuschauer, mehr Vermarktung. Zum ersten Mal findet das Turnier in drei Gastgeberländern gleichzeitig statt – in den USA, Kanada und Mexiko. FIFA verkauft das Event als das größte Sportereignis der Menschheitsgeschichte. Geplant sind volle Stadien, Milliardenpublikum vor Bildschirmen weltweit und ein Finale mit Halbzeitshow nach Super-Bowl-Vorbild.

Doch hinter dieser gigantischen Inszenierung steht ein Turnier, das schon vor dem Anpfiff von massiven Problemen begleitet wird. Das Video zeichnet dabei ein sehr kritisches Bild – nicht nur von der WM 2026 selbst, sondern vor allem von der Organisation dahinter: FIFA. Wer den Blick einmal von Rasen, Hymnen und Fanbildern löst, sieht ein System, das seit Jahrzehnten von Machtpolitik, Intransparenz, Kommerzialisierung und fragwürdigen politischen Allianzen geprägt ist.

Dieser Beitrag konzentriert sich auf die Fakten, Zusammenhänge und Hintergründe, die im Video angesprochen werden – sachlich, aber ohne die Kritikpunkte abzuschwächen.

https://youtu.be/iM8rdIXcnpg


1. Die FIFA: offiziell gemeinnützig, faktisch ein Machtzentrum 💼

Die Fédération Internationale de Football Association (FIFA) wurde 1904 gegründet und ist formal ein privater, gemeinnütziger Verein nach Schweizer Recht. Ihr offizieller Zweck besteht darin, den Weltfußball zu organisieren und zu regulieren.

Auf dem Papier klingt das nach Sportförderung. In der Praxis kontrolliert die FIFA jedoch einen enormen Teil des internationalen Fußballs:

  • die Männer-WM
  • Frauen-Weltmeisterschaften
  • Jugendturniere
  • Futsal
  • Beach Soccer
  • zentrale Vermarktungsrechte
  • Sponsoring- und Medienrechte
  • Merchandising
  • große Teile der internationalen Fußballpolitik

Damit ist die FIFA weit mehr als ein Sportverband. Sie ist ein globaler Akteur mit wirtschaftlicher und politischer Reichweite. Gerade die Weltmeisterschaft ist dabei ihr wichtigstes Macht- und Einnahmeinstrument.

Die Hierarchie des Fußballs

Das Video beschreibt die FIFA als eine Art Dachorganisation über allen kontinentalen und nationalen Verbänden:

  • FIFA
  • Kontinentalverbände wie UEFA, CAF, AFC, CONMEBOL usw.
  • nationale Verbände wie DFB
  • Landesverbände
  • Bezirke
  • lokale Vereine

Diese Struktur ist entscheidend, weil darüber nicht nur Regeln, sondern auch Geldflüsse und politische Loyalitäten organisiert werden. Wenn FIFA Fördermittel verteilt, geht es eben nicht nur um Sportentwicklung. Es geht auch um Einfluss.


2. Viel Geld im System – aber wenig davon kommt unten an ⚽💸

Ein zentraler Kritikpunkt im Video: Die FIFA erwirtschaftet Milliarden, während an der Basis des Fußballs vielerorts Mangel herrscht.

Lokale Amateurvereine leben häufig von:

  • ehrenamtlicher Arbeit
  • privaten Spenden
  • kleinen Sponsoren aus der Region
  • Eltern, die Fahrten, Ausrüstung oder Verpflegung mitfinanzieren

Gleichzeitig werden auf höchster Ebene enorme Summen bewegt. Das Video verweist unter anderem auf:

  • ein jährliches Grundgehalt von nahezu 3 Millionen Euro für FIFA-Präsident Gianni Infantino
  • Vergütungen für weitere Ratsmitglieder
  • zusätzliche Boni und Nebeneinkünfte

Der Kontrast könnte größer kaum sein: unten Ehrenamt und Finanznot, oben Spitzengehälter in einem angeblich gemeinnützigen System.

Warum das politisch relevant ist

Laut Video fließen rund 70 % der Einnahmen wieder in Verbände und Programme zurück. Das klingt zunächst positiv. Doch entscheidend ist: Wer bekommt wie viel – und warum?

Wenn die Mittelvergabe stark von der FIFA-Spitze abhängt, entsteht ein System, in dem Loyalität belohnt werden kann. Damit wird die Verteilung von Fördermitteln auch zu einem politischen Werkzeug. Wer dem Präsidenten nahesteht, hat möglicherweise bessere Karten.


3. FIFA als geopolitisches Instrument 🌐

Eine Fußball-WM ist nie nur Sport. Sie ist immer auch:

  • ein globales Schaufenster
  • Imagepolitik
  • Wirtschaftsförderung
  • Tourismuswerbung
  • Infrastrukturprojekt
  • diplomatisches Symbol

Deshalb ist die Vergabe einer Weltmeisterschaft so umkämpft. Wer die WM ausrichtet, gewinnt internationale Sichtbarkeit. Genau deshalb beschreibt das Video die FIFA und die WM als geopolitisches Machtinstrument.

Die Entscheidung über Gastgeberländer ist also nicht bloß organisatorisch – sie ist hochpolitisch.


4. Die Ära Sepp Blatter: Korruption als System 🧾

Ein großer Teil der Kritik im Video richtet sich gegen Sepp Blatter, FIFA-Präsident von 1998 bis 2015. Das Bild, das gezeichnet wird, ist eindeutig: Korruption sei unter Blatter nicht nur vorgekommen, sondern strukturell geworden.

Zu den Vorwürfen und bekannten Problembereichen zählen:

  • Stimmenkauf bei Wahlen
  • Bestechung bei Vergaben
  • politische Gegenleistungen
  • intransparente Geldflüsse
  • gezielte Investitionen in Verbände, die politische Unterstützung liefern

Besonders relevant ist der Hinweis auf die frühere Vergabestruktur für Weltmeisterschaften. Statt breiter Abstimmungen entschied zeitweise ein kleiner Kreis, das sogenannte Exekutivkomitee (Exco). Das machte Einflussnahme deutlich leichter.

Die Folge: Gastgebervergaben mit massiven Verdachtsmomenten

Im Video werden mehrere Turniere genannt, bei denen Korruptionsvorwürfe eine große Rolle spielten:

  • Deutschland 2006
  • Südafrika 2010
  • Brasilien 2014
  • Russland 2018
  • Katar 2022

Vor allem bei Russland und Katar ist die Kritik seit Jahren international dokumentiert. Im Fall Katars war die Empörung besonders groß, weil das Land aus sportlicher und infrastruktureller Sicht kaum als naheliegender Gastgeber galt:

  • extreme Hitze
  • kaum vorhandene Fußballtradition
  • geringe Landesgröße
  • Neubau fast aller relevanten Stadien
  • massive Abhängigkeit von migrantischer Arbeitskraft

5. Katar 2022: ein Mahnmal für die Kosten des Spektakels 🏟️🔥

Das Video erinnert an einen der schwerwiegendsten Kritikpunkte der vergangenen Jahre: die Situation der Gastarbeiter in Katar.

Für die WM wurden dort Milliarden investiert und Stadien im großen Stil gebaut oder umgebaut. Gleichzeitig stand das Land massiv in der Kritik wegen:

  • prekärer Arbeitsbedingungen
  • ausbleibender oder verspäteter Löhne
  • mangelndem Arbeitsschutz
  • psychischem und physischem Druck
  • unzureichender Aufarbeitung von Todesfällen

Besonders Arbeiter aus Ländern wie:

  • Indien
  • Nepal
  • Bangladesch
  • Pakistan

waren betroffen. Die genaue Zahl der Toten ist umstritten und politisch umkämpft, aber dass die WM unter Bedingungen entstand, die international scharf kritisiert wurden, ist unbestritten.

Das Video macht deutlich: Die FIFA habe trotz all dieser bekannten Probleme an der Vergabe festgehalten und damit das System nicht korrigiert, sondern legitimiert.


6. Wie 2030 und 2034 vergeben wurden – und warum Saudi-Arabien profitierte 🛢️

Ein besonders brisanter Teil des Videos betrifft die Vergabe der kommenden Turniere:

  • 2030: Marokko, Spanien, Portugal – plus Jubiläumsspiele in Südamerika
  • 2034: Saudi-Arabien

Die Kritik setzt an der sogenannten Kontinentalrotation an. Vereinfacht gesagt: Wenn ein Kontinentalverband eine WM ausrichtet, ist er für die nächsten Turniere außen vor.

Durch die Konstruktion der WM 2030 mit Gastgebern in Europa, Afrika und zusätzlichen Spielen in Südamerika wurden gleich mehrere Konföderationen faktisch blockiert. Dadurch blieb für 2034 kaum noch Konkurrenz übrig – vor allem nicht außerhalb Asiens/Ozeaniens.

Das Video bewertet diese Konstruktion als politisch auffällig und stellt den Zusammenhang zu Saudi-Arabiens wachsendem Einfluss im Sport klar heraus:

  • massive Investitionen in den internationalen Sport
  • Ausbau von Soft Power
  • Imagepolitik über Großevents
  • enge Verbindungen zur FIFA-Spitze

Der Vorwurf lautet nicht bloß, dass Saudi-Arabien Geld investiert – sondern dass FIFA Strukturen geschaffen oder genutzt habe, die diese Vergabe begünstigten.


7. Warum die FIFA steuerlich so günstig aufgestellt ist 🇨🇭

Ein weiterer Punkt: Die FIFA profitiert in der Schweiz von ihrem Status als gemeinnütziger Verein. Das bedeutet laut Video:

  • sehr geringe steuerliche Belastung
  • Möglichkeit, Überschüsse als Rücklagen oder Reserven zu führen
  • privilegierte Rahmenbedingungen

Dazu kommen oft noch Sondervereinbarungen mit Gastgeberstaaten, etwa Steuererleichterungen oder Ausnahmen für FIFA-nahe Einnahmen rund um das Turnier.

Die zentrale Kritik

Die FIFA tritt nach außen wie ein gemeinnütziger Sportverband auf, agiert in vielen Bereichen aber wie ein globaler Konzern mit monopolähnlicher Stellung. Die Frage, ob ein solcher Apparat weiterhin unter solch günstigen Bedingungen operieren sollte, ist berechtigt.


8. Gianni Infantino: weniger Bruch als Fortsetzung 👔

Das Video zeichnet Gianni Infantino nicht als Reformer, sondern als Figur, die das System auf andere Weise fortsetzt. Kritisiert werden unter anderem:

  • seine politische Nähe zu autoritären oder problematischen Regierungen
  • seine mediale Inszenierung
  • sein Umgang mit Kritik
  • seine Rolle bei Gastgebervergaben
  • seine Nähe zu Donald Trump und zum saudischen Kronprinzen

Besonders scharf fällt die Bewertung aus, weil Infantino immer wieder als jemand dargestellt wird, der sich nach oben an mächtige politische Akteure anpasst und nach unten Härte oder Zynismus zeigt.

Ein Beispiel, das auch außerhalb des Videos stark diskutiert wurde, ist seine berüchtigte Katar-Rede mit Aussagen wie:
„Today I feel gay. Today I feel disabled. Today I feel a migrant worker.“

Diese Äußerungen wurden weltweit als unangemessen, selbstzentriert und respektlos kritisiert, weil sie reale Diskriminierungs- und Ausbeutungserfahrungen rhetorisch vereinnahmten.


9. Die WM 2026: größer, teurer, chaotischer? 🎟️

Nun zur eigentlichen WM 2026. Das Video stellt die Frage, ob dieses Turnier in seiner jetzigen Form überhaupt fanfreundlich und organisatorisch sinnvoll ist.

Mehr Teams, mehr Spiele, mehr Kommerz

Die WM 2026 wird ausgeweitet:

  • mehr Teilnehmer
  • mehr Spiele
  • längere Turnierdauer
  • mehr TV-Fenster
  • mehr Werbeflächen
  • mehr Vermarktungspotenzial

Aus Sicht der FIFA ist das ein wirtschaftlicher Triumph. Aus Sicht von Fans und Kritikern kann es aber auch bedeuten:

  • höhere Belastung
  • mehr organisatorische Komplexität
  • stärkere Kommerzialisierung
  • Entwertung des sportlichen Kerns

10. Dynamische Ticketpreise: Fußball als Spekulationsobjekt 🎫📈

Ein besonders scharfer Kritikpunkt im Video ist die Einführung von dynamischen Ticketpreisen.

Das bedeutet:
Die Preise stehen nicht fest, sondern verändern sich je nach Nachfrage, Marktverhalten und Verkaufsphase. Dieses Modell kennt man aus der Luftfahrt oder von stark kommerzialisierten Eventmärkten. Im Fußball auf WM-Niveau wirkt es wie ein weiterer Schritt weg vom Sportereignis hin zur maximalen Monetarisierung.

Die Folgen

Laut Video und den erwähnten Berichten:

  • einzelne Tickets wurden für astronomische Summen angeboten
  • durchschnittliche Ticketpreise liegen deutlich höher als bei früheren Turnieren
  • selbst FIFA-Chef Infantino soll über extreme Preisniveaus gespottet haben
  • über die offizielle Wiederverkaufsplattform verdient FIFA zusätzlich mit

Das ist besonders brisant, weil die FIFA damit nicht nur den Erstverkauf kontrolliert, sondern auch am Weiterverkauf verdient. Das verstärkt den Eindruck, dass Knappheit und Preisdruck nicht bloß in Kauf genommen, sondern systemisch mitverwertet werden.

Ermittlungen in den USA

Das Video erwähnt zudem, dass die Generalstaatsanwälte von New York und New Jersey Ermittlungen zu den Ticketpreisstrategien aufgenommen hätten. Allein das zeigt, wie stark die Debatte inzwischen eskaliert ist.


11. Hohe Preise – und trotzdem kein echter Ansturm? 🏨✈️

Eine der interessantesten Beobachtungen: Trotz gigantischer Vermarktung und hoher Preisfantasien blieben laut Video teils überraschend viele Tickets verfügbar.

Auch im Umfeld der WM scheint die erwartete Goldgräberstimmung nicht überall Realität zu werden:

  • Hotels erhöhten zunächst massiv ihre Preise
  • später sanken Preise teils wieder
  • Buchungen blieben vielerorts hinter den Erwartungen zurück
  • US-Hotelverbände gaben FIFA eine Mitschuld, weil unrealistische Erwartungen erzeugt worden seien

Das ist bemerkenswert. Denn es deutet darauf hin, dass FIFA und Teile der Tourismusbranche die Zahlungsbereitschaft überschätzt haben könnten. Eine WM kann zwar global Aufmerksamkeit erzeugen – aber das heißt nicht automatisch, dass Fans jede Preissteigerung mitgehen.


12. Die USA als Gastgeber: infrastrukturell stark – aber oft fanunfreundlich 🚗

Die USA verfügen zweifellos über riesige Stadien und Eventerfahrung. Doch das Video zeigt, dass diese Infrastruktur nicht automatisch fußballtauglich im europäischen oder lateinamerikanischen Sinn ist.

Viele große US-Stadien liegen:

  • außerhalb der Innenstädte
  • in autolastigen Gebieten
  • mit schwacher Fußgängeranbindung
  • mit begrenztem ÖPNV

Beispiel MetLife Stadium

Das Video verweist auf Berichte über das MetLife Stadium, in dem unter anderem das Finale stattfinden soll. Das Problem:

  • zu Fuß kaum erreichbar
  • Gehwege enden
  • Umgebung nicht auf Fanströme ausgelegt
  • Anreise kann teuer und kompliziert werden

Wer kein Auto hat oder kein teures Park-and-Ride nutzen will, steht schnell vor praktischen Problemen. Für ein Turnier, das sich als globales Fest des Fußballs inszeniert, ist das ein gravierender Widerspruch.


13. Einreise, Visa und Abschottung: die politische Realität hinter dem Gastgeberbild 🛂

Ein internationales Turnier lebt davon, dass Menschen aus aller Welt anreisen können. Genau hier sieht das Video einen der größten Widersprüche der WM 2026 in den USA.

Genannt werden unter anderem:

  • Visa-Probleme
  • kurzfristig verweigerte Einreisen
  • Unsicherheit für Fans
  • politische Risiken für Delegationen aus bestimmten Ländern

Besonders problematisch wird das bei Staaten, die außenpolitisch im Konflikt mit den USA stehen oder deren Staatsangehörige von restriktiven Maßnahmen betroffen sind.

Sport braucht offene Grenzen – die WM 2026 erlebt das Gegenteil

Wenn Fans, Offizielle oder sogar Schiedsrichter trotz gültiger Unterlagen Probleme bei der Einreise bekommen, wird das Grundversprechen eines globalen Turniers beschädigt. Das betrifft nicht nur Komfort, sondern Fairness und Glaubwürdigkeit.


14. ICE bei Spielen: Sicherheitsmaßnahme oder Einschüchterung? 🚨

Einer der heikelsten Punkte im Video ist der Hinweis, dass bei Spielen ICE, also die US-Einwanderungsbehörde, präsent sein könnte.

Die Kritik daran ist klar:

  • Sportveranstaltungen sollten keine Bühne für Migrationskontrolle sein
  • Fans könnten abgeschreckt werden
  • migrantische Communities könnten sich unsicher fühlen
  • die Anwesenheit solcher Behörden verändert die Atmosphäre massiv

Gerade bei einer Weltmeisterschaft, die sich gern als verbindendes globales Fest präsentiert, ist das ein verheerendes Signal.


15. Der Iran-Fall: WM im Schatten geopolitischer Spannungen 🌍⚠️

Das Video schildert außerdem die Lage rund um Iran als besonders absurd:

  • Einreiseprobleme für Fans
  • Unsicherheit für Teamangehörige
  • politische Spannungen zwischen USA und Iran
  • verschärftes Sicherheitsklima

Wenn ein Teilnehmerland nur unter Ausnahmebedingungen oder in angespanntem politischen Umfeld am Turnier teilnehmen kann, zeigt das: Diese WM ist eben nicht bloß ein Sportevent. Sie ist eingebettet in reale Machtkonflikte.


16. Hitze als Gesundheitsrisiko ☀️

Auch klimatisch könnte die WM 2026 problematisch werden. Laut Video könnten mehrere Spiele unter Bedingungen stattfinden, bei denen eine ernsthafte Hitzebelastung droht.

Das betrifft:

  • Spieler
  • Schiedsrichter
  • Stadionpersonal
  • vor allem aber auch Fans auf den Rängen

Zwar können Trinkpausen und Anpassungen helfen. Aber sie lösen nicht das Grundproblem, dass große Teile des Turniers in Regionen und Zeitfenstern stattfinden könnten, in denen hohe Temperaturen ein reales Gesundheitsrisiko darstellen.


17. Mehr Werbefläche, mehr Regionaltargeting, mehr Vermarktung 📺

Ein eher technischer, aber aufschlussreicher Punkt ist der Hinweis auf regional angepasste Werbebanden. Das bedeutet:

  • im Stadion sichtbar ist nicht zwingend das, was TV-Zuschauer sehen
  • Werbung wird je nach Region digital angepasst
  • Vermarktung wird präziser und profitabler

Das zeigt, wie stark der moderne Spitzenfußball zu einer daten- und vermarktungsgetriebenen Medienmaschine geworden ist. Selbst die Banden am Spielfeldrand sind heute Teil eines hochflexiblen globalen Werbesystems.


18. Und Mexiko? Und Kanada? 🇲🇽🇨🇦

Das Video spricht deutlich häufiger über die USA als über Mexiko und Kanada. Das liegt vor allem daran, dass die größten Kritikpunkte dort gesehen werden.

Mexiko

Mexiko wird eher ambivalent dargestellt:

  • soziale Probleme und Armut sind real
  • gleichzeitig gibt es dort eine tief verwurzelte Fußballkultur
  • organisatorisch wirkt vieles im Vergleich weniger absurd als in den USA

Kanada

Bei Kanada wird vor allem auf hohe Hotelpreise verwiesen. Insgesamt scheint die Lage dort laut Video deutlich weniger chaotisch als in den USA.

Trotzdem gilt: Der Großteil der Spiele findet in den Vereinigten Staaten statt – und deshalb konzentriert sich die Kritik auf den US-Teil des Turniers.


19. Die eigentliche Kernfrage: Was ist aus der WM geworden? 🤔

Wenn man alle Punkte zusammennimmt, ergibt sich ein ziemlich ernüchterndes Bild.

Die Kritik im Video lautet im Kern:

  • FIFA verkauft Größe als Fortschritt
  • tatsächlich wächst vor allem der Kommerz
  • politische und wirtschaftliche Interessen dominieren
  • Fans werden zur zahlungskräftigen Zielgruppe statt zum Mittelpunkt des Turniers
  • Gastgebervergaben folgen nicht nur sportlicher Logik, sondern Machtinteressen
  • die soziale und politische Realität wird regelmäßig hinter PR versteckt

Die WM 2026 steht damit sinnbildlich für die Entwicklung des modernen Spitzenfußballs: größer, teurer, globaler – aber oft auch entkoppelter von den Menschen, die diesen Sport eigentlich tragen.


Fazit: Ein Weltturnier mit schweren Hypotheken ⚽💥

Die Fußball-WM 2026 wird zweifellos ein historisches Ereignis. Sie wird riesig sein, medial überwältigend und sportlich für viele Fans trotzdem faszinierend. Aber genau das macht die Kritik so wichtig.

Denn was hier sichtbar wird, ist nicht nur die Schwäche eines einzelnen Turniers, sondern die Logik eines gesamten Systems:

  • eine FIFA, die sich als gemeinnützig präsentiert und zugleich Milliarden bewegt
  • eine Vergabepolitik, die seit Jahren unter Korruptions- und Einflussverdacht steht
  • eine WM, die immer stärker nach den Regeln des Eventkapitalismus organisiert wird
  • ein Gastgeberumfeld, das für internationale Fans teilweise teuer, unzugänglich oder abschreckend wirkt
  • politische Allianzen, die den Anspruch des Sports auf Offenheit und Fairness untergraben

Kurz gesagt:
Die WM 2026 ist nicht einfach nur „größer“ – sie ist auch ein Brennglas für alles, was im Weltfußball seit Jahren schiefläuft. 🔍

Der Sport selbst bleibt für viele Menschen etwas Verbindendes, Emotionales und Schönes. Aber gerade deshalb lohnt es sich, die Strukturen dahinter umso kritischer zu betrachten.