JPG in FastStone
1. Photometric
Das beschreibt, wie die Farben intern interpretiert bzw. gespeichert werden.
Bei JPEG ist meist relevant:
- RGB
Das Bild wird direkt in Rot, Grün, Blau gespeichert. - YCbCr
Das ist bei JPEG der Standard bzw. sehr häufig genutzt.
Dabei wird das Bild aufgeteilt in:- Y = Helligkeit
- Cb / Cr = Farbinformation
Warum macht man das?
Weil das menschliche Auge Helligkeit genauer wahrnimmt als Farbe.
Darum kann JPEG die Farbinformation stärker komprimieren, ohne dass es sofort auffällt.
Praktisch:
- YCbCr ist normalerweise die beste und gängigste Wahl für JPEG.
- RGB kann in manchen Spezialfällen sinnvoll sein, ist aber oft weniger effizient.
2. Color subsampling
Das bedeutet: Farbinformationen werden gegenüber der Helligkeit reduziert.
Weil wir Helligkeitsdetails besser sehen als Farbdetails, spart JPEG Platz, indem es nicht für jeden Pixel die volle Farbauflösung speichert.
Typische Varianten:
-
4:4:4
Keine Reduzierung der Farbe
→ beste Farbqualität, größere Datei -
4:2:2
Farbe wird horizontal reduziert
→ guter Kompromiss -
4:2:0
Farbe wird horizontal und vertikal reduziert
→ sehr häufig, kleine Datei
Wirkung:
- Bei Fotos sieht man 4:2:0 oft kaum.
- Bei Text, Grafiken, Screenshots, UI-Elementen kann Subsampling unscharfe Farbkanten verursachen.
Empfehlung:
- Fotos: 4:2:0 oder 4:2:2 meist okay
- Text/Grafik/Screenshot: eher 4:4:4
3. Smoothing
Das ist eine Art Weichzeichnung/Glättung vor oder während der JPEG-Kompression.
Was passiert?
Feine Details und harte Übergänge werden etwas geglättet, damit die JPEG-Kompression effizienter arbeiten kann.
Vorteile:
- Kann Kompressionsartefakte reduzieren
- Kann bei niedriger Qualität „ruhiger“ aussehen
Nachteile:
- Bild wird weicher / weniger scharf
- Feine Details gehen verloren
Empfehlung:
- Meist 0 oder sehr niedrig
- Nur erhöhen, wenn du bei starker Kompression sichtbare Blockartefakte mildern willst
4. Optimize Huffman Table
JPEG verwendet unter anderem Huffman-Codierung, um Daten effizient zu speichern.
Diese Option bedeutet:
- Das Programm analysiert das konkrete Bild
- und erstellt besser angepasste Huffman-Tabellen
- dadurch wird die Datei oft etwas kleiner
Wichtig:
- Bildqualität ändert sich nicht
- Nur die Dateigröße wird leicht verbessert
- Das Speichern kann minimal länger dauern
Empfehlung:
- Fast immer aktivieren
- Es gibt normalerweise keinen Nachteil außer etwas mehr Rechenzeit
5. Progressive
Ein progressives JPEG wird beim Laden stufenweise aufgebaut:
- zuerst eine grobe, unscharfe Vorschau
- dann immer detaillierter
Im Gegensatz dazu lädt ein normales JPEG („baseline“) eher zeilenweise von oben nach unten.
Vorteile:
- Beim Webeinsatz wirkt das Laden oft angenehmer
- Man sieht schneller eine Vorschau des ganzen Bilds
Nachteile:
- Manche sehr alte Programme/Geräte könnten Probleme haben
- Heute meist kein großes Problem mehr
Empfehlung:
- Für moderne Nutzung oft aktivierbar
- Wenn maximale Kompatibilität wichtig ist: eher normales JPEG
Kurz zusammengefasst
Gute Standardeinstellungen für Fotos
- Photometric: YCbCr
- Color subsampling: 4:2:0
- Smoothing: 0 oder sehr niedrig
- Optimize Huffman Table: an
- Progressive: optional, meist an okay
Für Grafiken, Text, Screenshots
- Photometric: je nach Programm, oft RGB oder JPEG ohne starkes Subsampling
- Color subsampling: 4:4:4
- Smoothing: aus
- Optimize Huffman Table: an
- Progressive: optional
Merksatz
- Photometric = Farbraum / Farbinterpretation
- Subsampling = weniger Farbauflösung für kleinere Dateien
- Smoothing = weichzeichnen
- Optimize Huffman Table = gleiche Qualität, kleinere Datei
- Progressive = Bild lädt in mehreren Stufen