Security wp-content und wp-includes zu schützen? Kurze Antwort: Teilweise sinnvoll, aber mit wichtigen Einschränkungen Es macht eingeschränkt Sinn, aber man muss unterscheiden, was genau "geschützt" wird – ein Pauschalblock kann die Seite auch kaputt machen. wp-includes schützen ✅ meist unproblematisch wp-includes enthält WordPress-Core-Dateien (PHP-Klassen, JS, CSS), die nicht direkt aufgerufen werden müssen – sie werden von WordPress selbst intern geladen. Typische Regel (Apache/.htaccess): RewriteRule ^wp-includes/[^/]+\.php$ - [F,L] Nutzen: Verhindert direktes Ausführen von PHP-Skripten in wp-includes, was ein gängiger Angriffsvektor ist (z.B. wenn eine Lücke eine Datei dort hochlädt/ausnutzt). Risiko: minimal – manche Plugins/Themes greifen selten direkt auf JS/CSS-Dateien in wp-includes zu (z.B. wlwmanifest.xml), daher sollte man PHP-Dateien blocken, nicht den ganzen Ordner inkl. Assets. wp-content schützen ⚠️ vorsichtiger, weil dort "lebende" Inhalte liegen wp-content ist kein einheitlicher Ordner – er enthält: Unterordner Zweck Direkter Zugriff nötig? uploads/ Bilder, PDFs, Medien Ja, muss öffentlich erreichbar sein themes/ CSS/JS/Bilder des Themes Ja, für Assets plugins/ Plugin-Code, teils Assets Ja für Assets, Nein für PHP direkt uploads/*.php Sollte es gar nicht geben Wird oft als Malware-Ablage genutzt Sinnvoll ist daher nicht "wp-content sperren", sondern gezielt: # PHP-Ausführung in uploads verhindern (häufigster Angriffsweg) Require all denied Das ist die wichtigste Einzelmaßnahme überhaupt, weil viele Malware-Uploads/Backdoors genau darauf abzielen, eine PHP-Datei in uploads/ abzulegen und dann per Direktaufruf auszuführen. uploads/ sollte generell niemals PHP ausführen dürfen. Was FlyWP wahrscheinlich konkret macht FlyWP (und ähnliche Managed-Hosting-Tools wie Kinsta, RunCloud, GridPane) bieten meist vorkonfigurierte Regeln für genau diese Kombination: PHP-Ausführung in wp-content/uploads blocken Direkten PHP-Zugriff auf wp-includes blocken Directory Listing (Browsing) in beiden Ordnern deaktivieren Zugriff auf sensible Dateien ( readme.html, wp-config.php, .git, etc.) sperren Das ist im Prinzip Standard-Hardening, wie es auch im offiziellen WordPress Hardening Guide empfohlen wird. Fazit Ja, aktivieren – es ist ein Low-Risk/High-Value-Hardening-Schritt. Wichtig ist nur: Assets (CSS/JS/Bilder) müssen weiter erreichbar bleiben, nur die PHP-Ausführung in Upload-Verzeichnissen und der direkte Aufruf von Core-PHP-Dateien in wp-includes sollte blockiert werden. Danach kurz testen: Seite laden, Bilder/CSS/JS prüfen, ggf. Page-Builder/Plugin-Funktionen (manche legen z.B. generierte CSS-Dateien in uploads/ ab – das bleibt unberührt, da nur PHP-Ausführung gesperrt wird, keine anderen Dateitypen). Wenn du willst, kann ich dir konkrete .htaccess- oder Nginx-Regeln für deinen Stack zusammenstellen.